Archiv: November 2017

Die heute Jungen erwartet eine Rentenlücke von 800 Euro

27.11.2017 | Die heute Jungen erwartet eine Rentenlücke von 800 Euro

Die gesetzliche Rente schrumpft immer mehr zur Basisabsicherung, da die Zahl der Beitragszahler schrumpft, während die der Rentenempfänger zunimmt. Was bedeutet das konkret für die Bundesbürger, deren Renteneintritt noch in weiter Ferne liegt? Unter anderem dieser Frage gingen Wissenschaftler der Universität Freiburg kürzlich unter der Leitung des „Altersvorsorge-Papstes“ Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen nach. Ergebnis: Den heute 20- bis 34-Jährigen werden später einmal im Schnitt monatlich 800 Euro fehlen, wenn sie ihren Lebensstandard halten wollen. Dabei wird eine Ersatzquote (Anteil am Bruttoeinkommen, der für die Lebensführung benötigt wird) von 60 Prozent zugrunde gelegt. Während die heute 50- bis 65-Jährigen noch mit durchschnittlich 64,1 Prozent aus der Rentenkasse rechnen können, fällt der Wert bis zum Ruhestand der 20- bis 34-Jährigen auf magere 38,6 Prozent. Die fehlenden 21,4 Prozent bis zur erforderlichen Ersatzquote entsprechen ebenjenen 800 Euro. Aus diesen Prognosen folgt: Ohne entsprechende betriebliche und/oder private Vorsorge droht den heute Jungen später einmal das soziale Abrutschen.
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Immer mehr klassische Lebensversicherungen werden ausgelagert

22.11.2017 | Immer mehr klassische Lebensversicherungen werden ausgelagert

Die klassische, das heißt Garantiezins-gebundene Lebensversicherung fristet nach Jahren der Niedrigzins-Malaise nur noch ein Schattendasein. Mehrere Versicherer bieten bereits keine neuen Verträge mehr an. Und manche gehen nun noch weiter: Sie trennen sich von ihren laufenden Lebensversicherungen. Nach Arag und Basler haben mit Generali und Ergo auch zwei Branchen-Schwergewichte bereits einen sogenannten „Run-off“ angekündigt. Dabei wird der Vertragsbestand mit allen Rechten und Pflichten an einen anderen Versicherer abgegeben. Die Ratingagentur Fitch geht davon aus, dass das Ende der Fahnenstange damit noch lange nicht erreicht ist: Bis 2022 werden nach ihren Schätzungen Lebensversicherungen mit einem Volumen von 180 Milliarden Euro ausgelagert werden. Für die Versicherten ändert sich dadurch prinzipiell nichts, dafür sorgt das Versicherungsaufsichtsgesetz. Vor jeder Übertragung prüft die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überdies, ob der übernehmende Versicherer seinen Pflichten langfristig nachkommen kann. Kritiker befürchten allerdings, dass die Überschüsse, die den Versicherten gutgeschrieben werden, künftig bei den ausgelagerten Policen sinken könnten.
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Kfz-Halter müssen mit höheren Versicherungsprämien rechnen

15.11.2017 | Kfz-Halter müssen mit höheren Versicherungsprämien rechnen

Der größte Kfz-Rückversicherer Deutschlands, die Hannover Rück, rechnet damit, dass die Versicherungsbeiträge im kommenden Jahr steigen. Auf eine Erhöhung von durchschnittlich 1 bis 2 Prozent müssten sich die Autofahrer einstellen. Eher gering werde der Aufschlag bei der Haftpflichtversicherung ausfallen, Vollkasko-Policen dürften dagegen spürbar teurer werden. Insgesamt prognostiziert die Hannover Rück, dass die Versicherten 2018 für rund 65 Millionen Kfz 27,5 Milliarden Euro an Beiträgen zahlen werden, gegenüber 26,9 Milliarden im laufenden Jahr. Der Hauptgrund für den Prämienanstieg liegt in tendenziell wachsenden Schadenssummen. Die Zahl der Schäden nimmt zwar kaum zu, doch pro Regulierungsfall muss immer mehr gezahlt werden – da die benötigten Teile stetig teurer werden. Trotz der Prämienerhöhungen bleibt die Schaden-Kosten-Quote (der Anteil am Beitragsaufkommen, der für Schadensfälle wieder ausgegeben wird) der Versicherer konstant bei etwa 99 Prozent.
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